Erinnern oder vergessen?

November 2007: Paul Cremer, erfolgreicher Antiquitätenhändler aus dem Schwarzwald,40 Jahre alt, fährt mit seinem Mercedes auf den Schauinsland und schießt sich eine Kugel in den Kopf. Warum? Diese Frage kann er, als er nach langem Koma in der Universitätsklinik Freiburg allmählich erwacht und in eine neuropsychiatrische Rehaklinik in Badenweiler verlegt wird, nicht beantworten, denn es fehlen ihm in seiner Erinnerung 18 Jahre.
Paul Cremer wähnt sich Frühjahr 1989, 22-jährig, als einer der letzten politischen Gefangenen im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Und Hannah, von der er immer wieder spricht, kennt hier niemand. Sein Psychiater weiß nur von Christiane, der Frau, mit der Paul Cremer verheiratet ist, und dem gemeinsamen 17-jährigen Sohn Thomas. Und die wieder sind Cremer gänzlich unbekannt.
Die Erlebnisse Cremers in Hohenschönhausen als Häftling 375 sind bruchstückhaft in die Geschichte eingestreut und setzen sich für ihn wie für den Leser wie ein Puzzle zusammen. Marc Buhl hat für diesen Teil seines Romans ein Jahr lang recherchiert und zahlreiche Gespräche mit Exinsassen von Hohenschönhausen geführt.
Ein Roman, der mich tief beeindruckt hat und den ich mir als Schullektüre wünschen würde. Es ist mir unverständlich, warum der Eichborn Verlag das Buch nicht mehr auflegt und keine Taschenbuchlizenz vergeben hat.
Marc Buhl: Dreisiebenfünf. Eichborn 2008
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ie Ich-Erzählerin Jane Eyre wächst als ungeliebte Waise im Hause einer Tante auf. Mit zehn Jahren kommt sie in die berüchtigte protestantische Anstalt Lowood. Doch nicht der hartherzige puritanische

nah ist 15 und auf der Flucht, doch warum und wovor weiß sie nicht. Für Noa vom Mächenhaus, wo sie Aufnahme findet, sind Hannahs „Filmrisse“ erklärlich. Behutsam und durch Tagebuchschreiben lässt sie Hannah die „Anderen“ entdecken und erklärt ihr das Phänomen der „Multiplen Persönlichkeit“. Nur mit Hilfe der „Anderen“, die jeder einen Namen, eine eigene Persönlichkeit und eine eigene Geschichte haben, konnte Hannah so lange Zeit die Misshandlungen und den sexuellen Missbrauch durch die eigene Familie durchstehen. Doch was Hannah geschützt hat, nützt auch ihren Peinigern, denn sobald Hannah ein „Anderer“ ist, kann sie sich später an nichts erinnern.

an, erfolgreiche Konzertpianistin, und Jim McDonald, Archäologe und Hobbylandwirt, beide Mitte 40, führen eine scheinbar glückliche Ehe im Nordwesten Irlands. Ihre Welt gerät schlagartig aus dem Gleichgewicht, als der vor 30 Jahren heimlich zur Adoption freigegebene Sohn Nans, den sie mit 16 Jahren heimlich in London entbunden hat, plötzlich auftaucht. Schweigen und Unverständnis prägen nun die Situation und als jener Charles sogar nach Irland kommt, sind drei einer zuviel.
cher von Jean de Brunhoff und seinem Sohn sind klassische Kinderbücher mit einer Tradition von über 70 Jahren. In jedem Bilderbuch gehen die großen und kleinen Leser mit dem Elefantenkönig Babar und seiner Familie auf eine Entdeckungsreise, in diesem Band auf Entdeckungsreise in das neue große Kunstmuseum im ehemaligen Bahnhof.