Eine Reise gegen die Langeweile
W
as macht ein gelangweilter junger Isländer, der die Nase voll hat von seinem Leben, von Partys, alkoholvernebelten Wochenenden und Plänen, die nie Realität werden? Der vom grauen Himmel genauso angeödet ist wie von sich selber?
Junge Leute aus anderen Ländern würden vielleicht eine Weltreise antreten, der isländische Literaturwissenschaftlicher Breiđfjörđ begab sich vor zehn Jahren in dieser Situtation auf eine Reise um seine Insel und machte viele Abstecher in abgelegene Siedlungen und Fjorde. Er wählte dafür die Monate Januar und Februar, die für eine solche Unternehmung sicherlich ungeeignetste Zeit, und brach mit einem uralten Volvo Lappländer auf, in dem er – obwohl eher von zimperlicher Natur – manchmal sogar übernachtete.
Sein Reisebericht ist kein Islandführer geworden. Vielmehr erzählt er von seinen alltäglichen Problemen auf eisigen Straßen, katastrophalen Wetterbedingungen, Kämpfen mit dem Wagen und in Werkstätten, seinen Bemühungen zur Selbstfindung und vor allem über seine Begegnungen mit den eigenen Landsleuten. Diese spielten sich meist in den überall vorhandenen Tankstellenkiosken ab und blieben zu seinem Bedauern äußerst wortkarg, aber „Du weißt, du bist im Grunde genauso“.
Ein Buch für alle, die auf liebevoll-ironische Art mehr über Island und vor allem über seine Bewohner erfahren möchten.
Leider bin ich mit dem Buch nicht so recht warm geworden, vielleicht weil es mir zu viel Selbstdarstellung war.
Huldar Breiðfjörð: Liebe Isländer. Aufbau 2011
www.aufbau-verlag.de
an, erfolgreiche Konzertpianistin, und Jim McDonald, Archäologe und Hobbylandwirt, beide Mitte 40, führen eine scheinbar glückliche Ehe im Nordwesten Irlands. Ihre Welt gerät schlagartig aus dem Gleichgewicht, als der vor 30 Jahren heimlich zur Adoption freigegebene Sohn Nans, den sie mit 16 Jahren heimlich in London entbunden hat, plötzlich auftaucht. Schweigen und Unverständnis prägen nun die Situation und als jener Charles sogar nach Irland kommt, sind drei einer zuviel.
cher von Jean de Brunhoff und seinem Sohn sind klassische Kinderbücher mit einer Tradition von über 70 Jahren. In jedem Bilderbuch gehen die großen und kleinen Leser mit dem Elefantenkönig Babar und seiner Familie auf eine Entdeckungsreise, in diesem Band auf Entdeckungsreise in das neue große Kunstmuseum im ehemaligen Bahnhof.
oy Jacobsens Roman von 2013, der zwischen 1913 und 1928 auf der kleinen Insel Barrøy vor der nordnorwegischen Helgelandküste spielt, basiert auf einer wahren Geschichte. Doch steht nicht so sehr die Handlung im Mittelpunkt, vielmehr sind die raue Natur, die karge Landschaft und die unwirtlichen Lebensbedingungen das Hauptthema.
Um 1900 verlässt die Witwe Steinunn Ólafsdóttir ihr Fischerdorf, um ihre sechs Kinder im Norden Islands zur Schule zu schicken. Gemeinsame harte Arbeit in der Fischfabrik ermöglicht allen eine Berufsausbildung. Karitas, das kunstbegabte Nesthäkchen, kann dank einer Gännerin die Kunstakademie in Kopenhagen besuchen. Kaum heimgekehrt, lernt sie den ehrgeizigen Sigmar kennen und wird schwanger. Die Karriere als Malerin rückt in weite Ferne, doch aufgeben will sie ihren Traum nicht.

e waren sie außergewöhnliche Frauen mit mit überdurchschnittlichen Begabungen: Thomas Manns Frau Katia, deren Mutter Hedwig Pringsheim und die Großmutter Hedwig Dohm sowie die Töchter Erika, Monika und Elisabeth.