Gemeinsam sind wir stark
Nachdem mir der erste Band der Reihe um die Frechen Krabben schon ausgesprochen gut gefallen hat, finde ich den zweiten, den man (mit etwas weniger Genuss) auch unabhängig lesen kann, sogar noch besser.
Die vier achtjährigen Mädchen, die zusammen die Frechen Krabben bilden, dürfen gemeinsam mit den Eltern von Lilli und Milli, den so wesensverschiedenen Zwillingen, Urlaub im alten Schloss der Gräfin von Zieselwitz machen. Unternehmungslustig wie im ersten Band bleiben die vier Freundinnen nachts natürlich nicht brav im Bett, sondern gehen um Mitternacht auf Gespensterjagd. Dass dieses gruselige Schlosskeller-Abenteuer, bei dem es weniger um Gespenster als vielmehr um waschechte Diebe geht, gut endet, verdanken sie Lottes Detektivbuch, ihren Tieren und der Affenbande, die zum Glück inzwischen ebenfalls ihren Urlaub im Schloss verbringt.
In diesem zweiten Band steht wieder das Motto „Gemeinsam sind wir stark“ im Mittelpunkt, nicht nur innerhalb der Frechen Krabben, sondern auch mit den drei Jungs der Affenbande.
Barbara Rose schafft es ganz ausgezeichnet, einerseits wirklich gruselige Spannung zu erzeugen, andererseits die Bedrohung nie zu groß werden zu lassen. Die Kinder sind nicht wirklich allein, denn in der Not sind ihre Tiere Emil (Zwergschwein), Wuschelzwerg (Neufundländer) und Frau Schröder (Äffchen) oder die Eltern in letzter Sekunde zur Stelle.
Ein spannendes, witziges, toll illustriertes, fantasievolles und sehr liebevoll geschriebenes Mädchenbuch, das ich zum Selberlesen ab ca. Ende der zweiten Klasse und zum Vorlesen ab ca. 5 Jahren wärmstens empfehlen möchte.
Barbara Rose: Die Frechen Krabben auf Gespensterjagd. Kerle 2015 www.kerle.de
Die Frechen Krabben ist der Auftaktband zu einer neuen Reihe für Mädchen ab ca. dem Ende der zweiten Klasse zum Selberlesen und für alle ab ca. fünf Jahren zum Vorlesen.
ugegeben, Die Schatten von Race Point sind literarisch nicht der Höhepunkt des mare-Verlagsprogramms. Da mich dieser Roman aber über knapp 600 Seiten so gut unterhalten hat, möchte ich ihn trotzdem unbedingt allen empfehlen, die einen spannenden, gut gemachten, emotionalen, flüssig geschriebenen und leicht lesbaren Unterhaltungsroman, einen richtigen Schmöker, suchen, der nebenbei ein ganz kleines bisschen kitschig ist.

ier junge Frauen und vier junge Männer, alle Mitglieder eines Chores, verbringen ein gemeinsames Probewochenende, als nach einer druchzechten Nacht einer von ihnen im flachen Uferwasser des Sees ermordet aufgefunden wird. Für ihren stets betrunkenen Chef muss Maria Kallio, die junge Kommisssarin auf Zeit bei der finnischen Polizei, hin- und hergerissen zwischen dem Polizeidienst und ihrem Jurastudium, die Ermittlungen übernehmen. Eine schwierige Situation, denn aus ihrer Studentenzeit kennt sie nicht nur den Toten, sondern auch die sieben Verdächtigen, von denen einer der Täter gewesen sein muss. Schnell bröckelt die Fassade einer heilen Welt des Chorgesangs. Zum Vorschein kommen Intrigen, Eifersucht und wechsende Liebesbeziehungen.
Dieser Klassiker der Südstaatenliteratur erschien 1960 und wurde 1961 mit dem Pulitzer-Preis gewürdigt. Bis 2015 war es der einzige Roman der Amerikanerin Harper Lee, dann wurde mit Geh hin, stelle einen Wächter ein frühes Manuskript von Wer die Nachtigall stört… gefunden und veröffentlicht.
Die Niederländerin Threes Anna lässt uns eintauchen in die Kultur Indiens, umgibt uns mit den Gerüchen und der flirrenden Hitze dieses Landes.
Erholsame Ferien in ländlicher Idylle möchte die Schauspielerin Katharina Thalis mit ihrer Tochter Noa und einem Freund verbringen, deshalb hat sie ein etwas heruntergekommenes Haus in einem verschlafenen Dorf im Westerwald gemietet. Doch Noa kommt nicht zur Ruhe. Da ist einmal der Dauerkonflikt mit ihrer Mutter, die die Schauspielerin auch im Privatleben nicht ablegen kann, dann David, der Junge aus dem Dorf, in den sie sich verliebt, und darüber hinaus die unheimliche Atmosphäre, die das alte Haus, von ihr „Whisper“ genannt, ausstrahlt. Während einer mehr zum Scherz abgehaltenen abendlichen Séance erscheint dann auch prompt der Geist eines Mädchens und behauptet, vor 30 Jahren in diesem Haus ermordet worden zu sein. Noa und David beginnen zu recherchieren und stoßen im Dorf auf Schweigen, Ablehnung und Ausflüchte.