Ein ungewöhnlicher Krimi

Säde Vasara, 35-jährige Sozialarbeiterin im Frauenhaus Schutzhafen in Helsinki, war Zeit ihres Lebens ein braves Mauerblümchen: Ersatzmutter für die kleinen Brüder, Liebling der Lehrer, Notenwartin im Chor und für die Umwelt fast unsichtbar. Brav hat sie jahrelang die Linie ihres Chefs mitvertreten, der unter allen Umständen die Ehen und Familien der misshandelten Frauen erhalten wollte. Doch als eine ihrer Dauerklientinnen von ihrem Mann zu Tode geprügelt wird, platzt ihr der Kragen und sie beginnt, die Probleme der Frauen auf ganz andere Art zu lösen…
Zeit zu sterben ist für mich der beste Krimi der exzellenten finnischen Autorin Leena Lehtolainen, obwohl die sympathische Kommissarin Maria Kallio hier nur eine Nebenrolle spielt.
Lehtolainen geht das Thema häusliche Gewalt sensibel, sehr dirkt, aber gut lesbar an. Die Ich-Erzählerin Säde wird nicht zur brutalen Killerin, sondern hilft lediglich dem Schicksal hier und da à la Ingrid Noll etwas nach und wartet am Ende selber mit einer großen Überraschung auf.
Mein Lieblingszitat aus dem Buch: „Das Schicksal regelt die Angelegenheiten unserer Klientinnen neuerdings mit ziemlich drastischen Mitteln“ (Maisa, Sozialarbeiterin im Frauenhaus Schutzhafen).

ier junge Frauen und vier junge Männer, alle Mitglieder eines Chores, verbringen ein gemeinsames Probewochenende, als nach einer druchzechten Nacht einer von ihnen im flachen Uferwasser des Sees ermordet aufgefunden wird. Für ihren stets betrunkenen Chef muss Maria Kallio, die junge Kommisssarin auf Zeit bei der finnischen Polizei, hin- und hergerissen zwischen dem Polizeidienst und ihrem Jurastudium, die Ermittlungen übernehmen. Eine schwierige Situation, denn aus ihrer Studentenzeit kennt sie nicht nur den Toten, sondern auch die sieben Verdächtigen, von denen einer der Täter gewesen sein muss. Schnell bröckelt die Fassade einer heilen Welt des Chorgesangs. Zum Vorschein kommen Intrigen, Eifersucht und wechsende Liebesbeziehungen.
Dieser Klassiker der Südstaatenliteratur erschien 1960 und wurde 1961 mit dem Pulitzer-Preis gewürdigt. Bis 2015 war es der einzige Roman der Amerikanerin Harper Lee, dann wurde mit Geh hin, stelle einen Wächter ein frühes Manuskript von Wer die Nachtigall stört… gefunden und veröffentlicht.
Die Niederländerin Threes Anna lässt uns eintauchen in die Kultur Indiens, umgibt uns mit den Gerüchen und der flirrenden Hitze dieses Landes.
Erholsame Ferien in ländlicher Idylle möchte die Schauspielerin Katharina Thalis mit ihrer Tochter Noa und einem Freund verbringen, deshalb hat sie ein etwas heruntergekommenes Haus in einem verschlafenen Dorf im Westerwald gemietet. Doch Noa kommt nicht zur Ruhe. Da ist einmal der Dauerkonflikt mit ihrer Mutter, die die Schauspielerin auch im Privatleben nicht ablegen kann, dann David, der Junge aus dem Dorf, in den sie sich verliebt, und darüber hinaus die unheimliche Atmosphäre, die das alte Haus, von ihr „Whisper“ genannt, ausstrahlt. Während einer mehr zum Scherz abgehaltenen abendlichen Séance erscheint dann auch prompt der Geist eines Mädchens und behauptet, vor 30 Jahren in diesem Haus ermordet worden zu sein. Noa und David beginnen zu recherchieren und stoßen im Dorf auf Schweigen, Ablehnung und Ausflüchte.
n bezauberndes Geschenk haben uns Sempé und der Diogenes Verlag mit diesem großformatigen, prächtigen Bildband zum 80. Geburtstag des Künstlers im Jahr 2012 gemacht. Nicht ins Bücherregal, sondern auf den Tisch gehört dieses Buch, in dem alle Generationen blättern und sich an der zeitlosen Lebensweisheit und dem hintergründigen Humor der Zeichnungen und Karikaturen erfreuen können.
.. es gab auf der Welt kein fahrradtechnisches Problem, das Paul Tamburin nicht gelöst hätte. Sein Ruf war so gewaltig, dass man im ganzen Landkreis zu einem Fahrrad nicht mehr Fahrrad sagte, sondern einfach Tamburin.“
ährend der erste Schnee des Winters in Stockholm fällt, beobachten wir den Mord an dem Altertumsforscher Carl Petersson, ausgeführt von Mari, seiner Geliebten.