Fred Vargas: Der vierzehnte Stein

Vom Jäger zum Gejagten

Kommissar Adamsberg, Chef einer Pariser Mordbrigade und Ermittler mit ungewöhnlichen Methoden, trägt seit 30 Jahren einen ungelösten Fall mit sich herum. Immer wieder geschehen in ganz Frankreich Morde an Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts, die aufgrund der Verletzungen offensichtlich mit einem Dreizack ausgeführt wurden. Jedes Mal wurde ein Täter festgenommen, der für die Tatzeit Gedächtnislücken aufwies, einer davon Adamsberg Bruder.

Doch der Kommissar glaubt nicht an die Einzeltäter, er verdächtigt den angesehenen Richter Fulgence der Serientäterschaft, konnte ihm jedoch nie etwas nachweisen. Mittlerweile ist der Richter seit 16 Jahren tot, trotzdem ereignet sich im Elsaß ein Mord nach dem selben Muster. Adamsberg nimmt die Fährte wieder auf, muss dann jedoch mit seinen Kollegen zu einem DNA-Lehrgang nach Quebec. Als dort eine junge Frau ebenfalls mit einem Dreizack ermordet wird, ist Adamsberg selber der Verdächtige, der sich an nichts erinnern kann…

Der vierzehnte Stein ist unglaublich spannend wie alle Krimis der Französin Fred Vargas, hat brilliante Dialoge voller hintergründigem Witz und ist auch ohne die Kenntnis der vorausgehenden Bände problemlos zu verstehen, doch bedarf es auch für diesen Band einen Sinn für Skurrilität.

Als Nebenaspekt fand ich die Schilderung der sprachlichen und kulturellen Unterschiede zwischen Frankreich und Franko-Kanada äußerst vergnüglich und interessant.

Fred Vargas: Der vierzehnte Stein. Aufbau 2006
www.aufbau-verlag.de

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