Fred Vargas: Die schwarzen Wasser der Seine

Zwei Kurzkrimis um Kommissar Adamsberg

Auf einer CD mit ca. 87 Minuten Laufzeit liest die Schauspielerin Suzanne von Borsody zwei Kurzkrimis der bedeutendsten, vielfach ausgezeichneten französischen Krimiautorin Fred Vargas.

Im Mittelpunkt steht wie immer in Vargas‘ Krimis der Pariser Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg, ein eigenwiller Ermittler mit viel kriminalistischem Gespür und einem ausgeprägten Bauchgefühl. Neben ihm arbeitet sein vernunftgesteuerter Leutnant Danglard.

In der ersten Geschichte hat Pi, ein Obdachloser, zufällig den Mord an einer Frau im Pelzmantel beobachtet. Mit viel Fingerspitzengefühl und psychologischem Geschick gelingt es Adamsberg, den misstrauischen, vom Leben gebeutelten Mann zu einer Aussage zu bewegen.

Im zweiten Fall scheint es sich um einen weihnachtlichen Selbstmord der klassischen Art durch Sturz von einer Seine-Brücke zu handeln, doch Adamsberg ist schnell anderer Meinung. Zur überraschenden Auflösung trägt ausgerechnet eine Nebenfigur der Geschichte bei.

Natürlich kann man diese Kurzkrimis nicht mit Fred Vargas‘ sonst überaus spannenden, verwickelten, oft unheimlichen Geschichten vergleichen. Und doch habe ich der Stimme Suzanne von Borsodys fasziniert zugehört, die jeder einzelnen Figur eigene Nuancen  verleiht, und habe darüber gestaunt, wieviele überraschende Wendungen und wieviel Charakterstudium in so kurzer Zeit Platz finden.

Fred Vargas: Die schwarzen Wasser der Seine. DAV – Der Audio Verlag 2007
www.der-audio-verlag.de

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