Inés Garland: Wie ein unsichtbares Band

Freundschaft und Liebe jenseits politischer und sozialer Grenzen

Alma, einziges Kind wohlhabender Eltern in Buenos Aires, besucht eine  katholische Privatschule. Die Wochenenden verbringt die Familie auf einer Insel außerhalb der Stadt. Dort lernt Alma die Geschwister Carmen und Marito kennen, die aus armen Verhältnissen stammen und ihre besten
Freunde werden. Doch je älter Alma wird, desto schwerer wird der Spagat zwischen den beiden Welten und schließlich begeht sie bei ihrer Geburtstagsfeier einen so großen Verrat an Carmen, dass sie ihre beste Freundin verliert. Auch Marito, in den sie sich inzwischen verliebt hat, sieht sie ein Jahr nicht wieder.

Als die beiden schließlich zueinander finden, versuchen ihre Eltern, die Beziehung zu verbieten. Doch was ihnen nicht gelingt, schafft schließlich die Politik, denn inzwischen herrschen in Argentinien die Militärs und Marito steht auf der anderen Seite.

Ein wunderbar poetisches, trauriges Buch für Mädchen ab 14 Jahren über Klassenunterschiede, wahre Freundschaft, erste Liebe und Erwachsenwerden im Schatten von Ungerechtigkeit, Feindseligkeit und Angst.

Für Jugendliche, die nichts über die argentinische Militärdiktatur wissen, sicher eine komplizierte Lektüre.

Inés Garland: Wie ein unsichtbares Band. Fischer 2013
www.fischerverlage.de

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