Mariolina Venezia: Tausend Jahre, die ich hier bin

Viele Anekdoten, verwoben zu einer italienischen Familiengeschichte

Ähnlich wie in der italienischen Familiengeschichte Der vollkommene Schmerz von Ugo Riccarelli befasst sich auch der  Roman von Mariolina Venezia Tausend Jahre, die ich hier bin mit dem Schicksal einer italienischen Familie im Zeitraum zwischen 1861 und 1989, spielt allerdings im Süden Italiens, in der zwischen Ferse und Stiefelspitze gelegenen Region Basilikata. Obwohl etwas weniger politisch als Riccarelli, verwebt auch Mariolina Venezia meisterhaft die Geschicke einer Familie mit den historischen Hintergründen von der Einigung Italiens über die beiden Weltkriege, Aufstieg und Niedergang der italienischen KP und die Ermordung Aldo Moros bis zum Ende des Kalten Krieges.

Fünf Generationen verfolgt die Autorin, schildert die Schicksale der zahlreichen Familienmitglieder vor dem Hintergrund einer bis in die jetzige Zeit fast archaisch wirkenden Umgebung und schöpft dabei aus dem großen Vorrat von Anekdoten und Legenden ihrer Geburtsregion.

Mariolina Venezia: Tausend Jahre, die ich hier bin. Piper 2007
www.piper.de

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