Philip B. Kerr: Das Akhenaten-Abenteuer

Plötzlich Dschinn

Viele kennen den Briten Philip B. Kerr eher aus dem Krimi- und Thriller-Genre, aber mit der Kinder- und  Jugendbuchreihe Die Kinder des Dschinn hat er sich erfolgreich in den Fantasy-Bereich geschrieben.

Die 12-jährigen Zwillinge John und Philippa aus New York sind ganz normale Teenager bis zum Tag, an dem ihnen operativ die Weisheitszähne entfernt werden. Von nun an ist nichts mehr, wie es war, und während ihrer Ferien bei ihrem Onkel Nimrod in London erfahren sie, dass sie keineswegs normale Kinder, sondern Nachfahren der Dschinn oder Flaschengeister sind und eine Mission zu erfüllen haben. Ihre Aufgabe ist es, 70 verschollene Dschinn zu finden, die einst dem ägyptischen Pharao Echnaton gehört haben, damit sie nicht den bösen Dschinns, den Ifrits, in die Hände fallen. Es gilt, die Menschheit vor dem Bösen zu retten, und dafür müssen John und Philippa um die halbe Welt reisen und zahlreiche Abenteuer bestehen.

Das Akhenaten-Abenteuer bildet den Auftakt zu dieser inzwischen vielbändigen Jugend-Fantasy-Buchreihe. Obwohl mir die Grundidee eigentlich gefallen hat, konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Charaktere sind nach meinem Empfinden zu grob gezeichnet und zu glatt, John und Philippa zu allwissend und clever und das Ende hat mich nicht wirklich überrascht. Aber zehn- bis zwölfjährige Jungen und Mädchen können sich sicher eher für die Abenteuer der Zwillinge begeistern als ich, schließlich sind sie auch die Zielgruppe der Reihe.

Philip B. Kerr: Das Akhenaten-Abenteuer. Rowohlt 2006
www.rowohlt.de

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