Susanna Alakoski: Bessere Zeiten

Alles, nur kein Bullerbü

Kindheit in Schweden assoziieren wir mit Bullerbü, doch bei Leena gibt es in den 1960er- und 1970er-Jahren keine heile Welt. Als Kind finnischer Gastarbeiter lebt sie in der Sozialsiedlung Fridhem in Ystad, umgeben von Armut und Alkoholismus. Ihre Eltern sind Quartalssäufer, auf Perioden der Normalität folgen schwere Abstürze und die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller. Alle Versuche von Leena, Hilfe von außen zu bekommen, scheitern kläglich.

Der berührende schwedische Bestseller erzählt aus der Perspektive der stillen Heldin Leena von Überlebensstrategien, Hoffnungen und der Macht der Freundschaft.

Susanna Alakoski ist selber Kind finnischer Gastarbeiter in Schweden, war Sprecherin der schwedischen Linkspartei und ist Sozialarbeiterin. Ihr Roman, der keine Autobiografie ist, wird in Schweden als Ausbildungslektüre für Lehrer, Sozialarbeiter und Polizisten empfohlen.

Die Thematik hat mich an das Buch „Das Mädchen“ von Angelika Klüssendorf erinnert, wobei mir die Bearbeitung von Susanna Alakoski noch  deutlich besser gefallen hat.

Sehr empfehlenswert ist auch der Film zum Buch.

Susanna Alakoski: Bessere Zeite. Edition fünf 2011
www.editionfuenf.de

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