Mehr als nur Rekorde

Schneller, größer, länger – Kinder lieben Rekorde, vor allem ungewöhnliche,witzige. Deshalb ist das Guinness-Buch der Rekorde alljährlich ein Bestsellerund vor allem bei Jungs, auch bei erwiesenen Nichtlesern, so beliebt. Eine super Idee von Katja Henkel deshalb, das Thema in ihrer Reihe Kikis wilde Welt in den Mittelpunkt zu stellen.
Im zweiten Band mit dem Titel Ein Wunsch mit Elefantenohren erleben Kiki, die mit ihrer Familie im Weltrekordhotel im ewigen Sommer und fast wie im Paradies lebt, und ihre Freunde Louis und Nick das lauteste Elefantentrompeten, die größte Schokoladenfrau, die längsten Bärte, die meisten aneinandergereihten Lügen und viele andere Weltrekorde aus nächster Nähe mit.
Doch auch im Paradies gibt es manchmal traurige Momente, z. B. als Kikis geliebter sprechender Goldfisch Monsieur Rouge sie verlässt, um in Indien eine neue Heimat und eine passende Frau in seinem Alter zu finden, und ihre Freunde plötzlich nicht mehr bei ihr sein können. Bis es zuletzt „Ende gut, alles gut“ heißt, ist es ein Glück für Kiki, dass ihre Familie und die anderen Bewohner des Weltrekordhotels sie so liebevoll unterstützen.
Die witzigen Schwarz-Weiß-Illustrationen von Karsten Teich, bestens bekannt als Cowboy-Klaus-Illustrator, und die Schrift-Spielereien unterstützen den Text adäquat und fantasievoll.
Da der Ideenreichtum der Autorin unbegrenzt scheint, dürfen die jungen Leserinnen und Leser ab ca. acht Jahren und wir Vorleser uns sicher noch auf weitere lustige und unterhaltsame Bände freuen.
Katja Henkel: Kikis wilde Welt – Ein Wunsch mit Elefantenohren. Arena 2015
www.arena-verlag.de
An einem ganz normalen Schultag läuft der 17-jährige Peter an seiner High School Amok. Er tötet gezielt zehn Menschen und verletzt weitere 19 schwer.

f der Jagd nach dem großen Schatz stößt die „knallharte“ Piratenbande um ihren Kapitän, der kein Blut sehen kann, auf ein verlassenes Baby. Nachdem der erste Schrecken überwunden und die Frage geklärt ist, wo auf dem Piratenschiff zukünftig die Windeln getrocknet werden sollen, hat die kleine Lisabeth die Herzen der Piraten im Nu erobert. Weichherzig
as Kommen und Gehen in unserer Familie begann mit einem angekündigten Tod und einem unangekündigten Sturm“.
nd Daniel verbringen unfreiwillig ihre Ferien gemeinsam, denn Daniels Mutter besucht Emmas Vater im Anglercamp in Lappland. Die beiden Zwölfjährigen tragen schwer an den Verletzungen der Vergangenheit: Emma fühlt sich schuldig am Unfalltod der Mutter und wird von Alpträumen heimgesucht, Daniel fühlt sich für die Scheidung der Eltern mitverantwortlich. Als die Kinder mit dem alten Fischer Isak einen Ausflug unternehmen, bleiben sie auf einmal alleine mit einem Toten in der Wildnis zurück. Nun müssen sie zusammenhalten und langsam kommen sie sich näher und können sich einander öffnen.
Was muss geschehen, damit eine intelligente, sozial eingestellte Frau, eine engagierte, erfolgreiche Journalistin und Mutter zweier Töchter zum „Staatsfeind Nr. 1“, zur „Stimme der RAF“ wird? Dieser Frage geht Alois Prinz in seiner primär für Jugendliche geschriebenen, mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Biografie der Ulrike Marie Meinhof (1934 – 1976) nach.