Flucht und Nachkriegsjahre in Deutschland
Das wird sich die Autorin Greta Hansen sicher nicht so vorgestellt haben, dass ihr Buch Die Jahre ohne dich, in dem es um die Spätfolgen von Flucht und Vertreibung nach dem Ende des 2. Weltkriegs geht, beim Erscheinen durch die aktuelle Flüchtlingswelle eine solche Aktualität bekommen würde! Und natürlich fragt man sich, wie viele ähnliche Schicksale sich im Moment abspielen.
Über den Inhalt des Buches kann man schwer erzählen, ohne bereits zu viel zu verraten. In den zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen stehen jeweils junge Frauen und ihr Lebensweg zwischen dem fünften und fünfundzwanzigsten Lebensjahr im Mittelpunkt.
Da ist einmal Elisabeth, die nach dem Krieg als Flüchtlingskind mit ihrer Mutter Marietta nach Hamburg gekommen ist. Obwohl die beiden eigentlich Glück haben und in Nikolaus Michelsen einen verständnisvollen Ehemann und Vater mit einem liebevollen Zuhause finden, erholt Marietta sich nie vom Trauma der Flucht und bleibt verschlossen und depressiv. Für Elisabeth dagegen ist Hamburg Heimat, Nikolaus Michelsen der Vater und sein Sägewerk am Elbufer ihr Lebensinhalt.
Ganz anders verläuft das Leben von Louise Fobienke. Kinderheime in Polen und dann in der DDR stehen für eine lieblose Kindheit, bis sie als Jugendliche doch noch verständnisvolle Pflegeeltern in West-Berlin findet.
Beide junge Frauen streben nach einem selbstbestimmten Leben, stoßen dabei aber immer wieder an die engen Grenzen, die Frauen in den 1960er-Jahren gesetzt waren. Gleichzeitig sind beide aber auch auf der Suche nach ihrer Vergangenheit. Und natürlich darf die Liebe nicht zu kurz kommen…
Mit Das Jahr ohne dich hat Greta Hansen einen weiteren gut recherchierten und zeitgeschichtlich hochinteressanten Roman geschrieben. Die Themen „Flucht“, „1950er- und 1960er-Jahre“ und „Emanzipation“ sind unterhaltsam in eine gut geschriebene, immer spannender werdende Geschichte verpackt und die Atmosphäre der Hafenstadt Hamburg ist sehr gut getroffen. Das Buch ist gleichermaßen zu empfehlen für die ältere Generation, die diese Zeit miterlebt hat, und für jüngere Leserinnen als Reise in die nahe Vergangenheit.
Greta Hansen: Die Jahre ohne dich. Piper 2015
www.piper.de

An einem ganz normalen Schultag läuft der 17-jährige Peter an seiner High School Amok. Er tötet gezielt zehn Menschen und verletzt weitere 19 schwer.

f der Jagd nach dem großen Schatz stößt die „knallharte“ Piratenbande um ihren Kapitän, der kein Blut sehen kann, auf ein verlassenes Baby. Nachdem der erste Schrecken überwunden und die Frage geklärt ist, wo auf dem Piratenschiff zukünftig die Windeln getrocknet werden sollen, hat die kleine Lisabeth die Herzen der Piraten im Nu erobert. Weichherzig
as Kommen und Gehen in unserer Familie begann mit einem angekündigten Tod und einem unangekündigten Sturm“.
nd Daniel verbringen unfreiwillig ihre Ferien gemeinsam, denn Daniels Mutter besucht Emmas Vater im Anglercamp in Lappland. Die beiden Zwölfjährigen tragen schwer an den Verletzungen der Vergangenheit: Emma fühlt sich schuldig am Unfalltod der Mutter und wird von Alpträumen heimgesucht, Daniel fühlt sich für die Scheidung der Eltern mitverantwortlich. Als die Kinder mit dem alten Fischer Isak einen Ausflug unternehmen, bleiben sie auf einmal alleine mit einem Toten in der Wildnis zurück. Nun müssen sie zusammenhalten und langsam kommen sie sich näher und können sich einander öffnen.