„Bilde ich mir alles nur ein, oder werde ich tatsächlich verfolgt?“

Siri Bergman ist Psychotherapeutin und arbeitet zusammen mit zwei Kollegen in einer Gemeinschaftspraxis in Stockholm. Ihre Patienten leiden unter Zwangsvorstellung, Borderline-Syndrom, Ess- und Angststörung. Den Tod ihres Mannes ein Jahr zuvor hat Siri mehr verdrängt als verarbeitet und sich stattdessen in ihre Arbeit gestürzt. Das einsame Haus in den Schären will sie trotz ihrer panischen Angst vor Dunkelheit und dem Zureden ihrer Familie und Freunde nicht aufgeben.
Die Bedrohung kommt schleichend, und ohne dass Siri es zunächst wahrhaben will: Veränderungen an ihrem Haus, ein Drohbrief, das Verschwinden ihrer Katze und vor allem das Gefühl, ständig beobachtet zu werden. Erst als die Leiche einer ihrer Patientinnen an ihrem Steg treibt, kann ihr die Polizei klarmachen, dass sie sich in allergrößter Gefahr befindet. Der Täter muss Siri nahe stehen, denn er scheint sie und ihre Patienten genau zu kennen, und somit wird jeder in ihrem Umfeld zum Verdächtigen.
Der erste Krimi der schwedischen Schwestern Camilla Grebe, Betriebswirtin, und Åsa Träff, Psychologin, glänzt durch eine klug angelegte Handlung, viel Atmosphäre, wenig Blut, fundiertes psychologisches Fachwissen und sensibel dargestellte Protagonisten.
Besonders spannungsfördernd und gelungen finde ich den Wechsel zwischen der Ich-Erzählung Siris, den Therapieprotokollen und kurzen Einschüben aus der Sicht des unbekannten Täters.
Camilla Grebe & Åsa Träff: Die Therapeutin. btb 2011
www.randomhouse.de
ieses Buch hat mir geholfen zu verstehen, dass ich mich nicht entscheiden muss: Ich kann mit einem Fuß hier und mit dem anderen dort stehen, schließlich gibt es Flugzeuge … Fürs erste ist Kalifornien mein Zuhause und Chile das Land meiner Sehnsucht. Mein Herz ist nicht zerrissen, sondern gewachsen. Ich kann fast überall leben und schreiben.“
r bunte Schleier ist einer meiner Lieblingsklassiker, den ich immer wieder mit der gleichen Begeisterung lese.
Paul Gompitz, Ex-Maschinenschlosser, Wehrdienstverweigerer, verstoßener Jurastudent, Hobby-Philosoph und jetzt Kellner auf einem Ostsee-Ausflugsdampfer hat einen Lebenstraum:
ercè Rodoreda (1908 – 1983) ist eine der oder sogar die bedeutendste katalanische Schriftstellerin. Bisher kannte ich von ihr nur La plaça del diamant, einen Roman über den Spanischen Bürgerkrieg. Dank Roger Willemsen, der ein sehr lesenswertes Nachwort verfasst hat, und dem mareverlag liegt der Roman seit 2014 in einer sehr hochwertigen, äußerst liebevoll gestalteten Ausgabe im Schuber und mit Lesebändchen auf Deutsch vor.
ehr schwierig, über diesen japanischen Krimi etwas zu sagen, ohne schon zu viel an Spannung vorwegzunehmen, deshalb vorab die Empfehlung: Erst das Buch lesen, dann die Rezensionen!
s die Amerikaner im April/Mai 1945 gezielt zehn deutsche Physiker entführten, die an der Entwicklung der Uranbombe gearbeitet hatten, wollten sie damit verhindern, dass die Wissenschaftler und ihre Entdeckungen den Russen oder den als unzuverlässig geltenden Franzosen in die Hände fielen.
alles hat der DuMont Buchverlag bei diesem Buch richtig gemacht: Die Klappenbroschur liegt angenehm in der Hand, das Cover ist ansprechend, die schnörkellose Schrift auf dem Cover passt wunderbar zur Sprache des Textes, nur den Vergleich mit „Gone Girl“ hätte man besser unterlassen, denn so wurden falsche Erwartungen geweckt und teilweise die falschen Leser angezogen. Schade!
eatrice vom Verschwinden ihrer jüngeren Schwester, Kunststudentin in London und ihr charakterlich völlig unähnlich, erfährt, beginnt sie unverzüglich mit den Nachforschungen. Im Gegensatz zur Polizei, die nach dem Fund der Leiche von einem Selbstmord ausgeht, kann und will Beatrice dies nicht glauben und recherchiert ohne Rücksicht auf sich selbst alleine weiter…
nsichtbar und trotzdem da heißt diese Kinder-Krimi-Serie für Leser ab ca. neun Jahren. Unter der Stadt ist bereits der zweite Band, doch kann man ihn auch unabhängig lesen, da alle nötigen Informationen gegeben werden. Gleichzeitig sind aber so viele spannende Details aus dem ersten Band erwähnt, dass man ihn unbedingt auch kennenlernen möchte…