Ein Neubeginn vor grandioser Kulisse

Robert Landwehr ist Testfahrer in Arjeplog in Schwedisch-Lappland. Zwei Drittel des Jahres verbringt er nicht bei seiner Frau Claudia im Rhein-Main-Gebiet sondern dort.
Als eines Abends sein erwarteter Anruf nicht kommt, macht Claudia sich trotz Flugangst nach einem Gespräch mit der Firmensekretärin auf den Weg. Robert ist von einer Testfahrt nicht zurückgekehrt, außerdem wurde ein überfahrener Journalist gefunden. Hängen die beiden Fälle zusammen?
Während Claudia bei der älteren, verständnisvollen und warmherzigen Schwedin Birgitta auf Nachricht wartet, reflektiert sie ihr Leben, ihre Ehe, ihre Beziehung zu den beiden Söhnen und die möglichen Gründe für das Verschwinden ihres Mannes.
Refugium ist ein Roman mit einem Spannungsbogen wie ein Krimi, eine Geschichte über das Sich-Selber-Neu-Finden und einen Neubeginn. Es ist aber auch ein Roman über eine große Freundschaft, bei dem mich besonders die fantastischen Naturbeschreibungen und die kräftige, lyrische Sprache der in der Nähe von Stuttgart lebenden Autorin begeistert haben.
Claire Beyer: Refugium. Frankfurter Verlagsanstalt 2013
www.fva.de/
Ich bin eher vorsichtig bei der Gattung „Frauen-/Liebesroman“, weil mir oft die Handlung zu seicht, die Sprache zu einfach und die Dialoge zu platt sind. In diesem Fall hat mich das Cover mit der in den Himmel fliegenden Frau und die Verlagsankündigung aber doch neugierig gemacht und ich habe es nicht bereut. Das Mittwochszimmer ist ein sehr unterhaltsamer Roman für zwischendurch, bei dem mir besonders der augenzwinkernde Ton der Autorin gefallen hat, die die Schicksalsschläge ihrer Protagonisten nicht so bierernst zu nehmen scheint. Diese zum Cover passende Leichtigkeit für ein keineswegs leichtgewichtiges Buch mit Einblicken in 60 Jahre deutsche Geschichte und in alle Gesellschaftsschichten hat die Lektüre für mich zu einem Vergnügen gemacht.
Der erfolglose junge Autor Carl Granville, gerade von seiner Freundin verlassen, erhält von der berühmten Verlegerin Maggie Peterson ein Superangebot: Er soll 250.000 Dollar bekommen, wenn er aus Tagebüchern, Briefen und Dokumenten, in denen alle Namen und Orte geschwärzt sind, einen Roman macht. Sie verspricht ihm einen Bestseller mit einer Handlung, die die Geschichte verändern wird. Carl greift sofort zu und es kommt zu einem abenteuerlichen Szenario: Ein Geheimbote bringt ihm jeden Morgen geheimes Material eines Anonymus und nimmt am Abend Carls Tagesarbeit mit.
Dieses Buch für Kinder ab zehn erschien 2006 zum 60. Geburtstag von Unicef 2006. Leider ist es inzwischen nur noch antiquarisch zu bekommen, obwohl es kaum an Aktualität eingebüßt hat.
Mario Conde, Expolizist, Padura-Fans vertraut aus Das Havanna-Quartett, verdient sein Geld als Antiquar. Eines Tages entdeckt er eine seit 40 Jahren unberührte Bibliothek unter der Obhut zweier alter Geschwister. Neben den kostbaren Büchern fasziniert ihn ein alter Zeitungsbericht über eine gefeierte Bolerosängerin, die sich 1960 überraschend von der Bühne zurückzog und Selbstmord beging. Schnell wird klar, dass ihr Geheimnis eng mit der Bibliothek verbunden ist, doch irgendjemand schreckt zu seinem Schutz nicht vor Mord zurück…
Lisa ist Burgfräulein mit einer Mutter, die immer Migräne hat. Sie darf zu ihrem Kummer kein Haustier halten. Tag für Tag wartet sie auf ihren Vater, den Ritter Haubert. Als sie von der hellsichtigen Ziege Isolde erfährt, dass er von einem Drachen gefangen gehalten wird, schneidet sie kurzerhand ihre Zöpfe ab und zieht los.
Der Erlöser ist der sechste Band der norwegischen Krimireihe um den Osloer Hauptkommissar Harry Hole. Man kann ihn, wie alle Bände der Reihe, aber auch unabhängig lesen.
Im fünften Band der Reihe um den alkoholkranken Osloer Hauptkommissar Harry Hole ist dieser wieder einmal seiner Sucht erlegen. Er kann den Tod seiner Kollegin, die bei einem Einsatz ums Leben kam, nicht verwinden. Seine Anzeige gegen seinen smarten, ambitionierten Kollegen Tom Waaler, den er der Komplizenschaft mit der organisierten Kriminalität verdächtigt und den er für ihren Tod verantwortlich macht, stellt ihn ins Abseits. Zudem hat ihn seine Freundin verlassen. Seit vier Wochen befindet er sich im Dauerdelirium und nun kann ihm auch sein verständnisvoller Chef Bjarne Møller nicht mehr helfen. Harry Hole erhält seine Kündigung, aber vorher muss er wegen akutern Personalmangels in der Ferienzeit eben diesem verdächtigten Kollegen bei der Aufklärung des mysteriösen Mordes an einer jungen Frau helfen. Schnell verschwindet eine zweite Frau und es wird ein Muster erkennbar…
Der Fledermausmann ist der erste Band der Krimireihe um den Osloer Kommissar Harry Hole. Er ist 32 Jahre alt und Alkoholiker.