Teresa Solana: Mord auf katalanisch

Eine Beschattung und die Folgen

Dieses Krimidebüt der Katalanin Teresa Solana ist wahrlich kein Thriller, nicht blutrünstig und die Krimihandlung steht nicht einmal sehr dominant im Vordergrund. Dafür haben mich die satirehafte Beschreibung der katalanischen Gesellschaft und das Lokalkolorit von Barcelona bestens unterhalten und ich habe wesentlich häufiger gelacht, als das bei einem Krimi sonst der Fall ist.

Die Handlung lebt von den beiden Hauptfiguren Eduard und Pep, die der Welt verheimlichen, dass sie Zwillingsbrüder sind. Sie sind Hochstapler, Machos und in chronischen Finanznöten, was sie dazu veranlasst, ohne belastendes Vorwissen ein Detektivbüro zu eröffnen.

Der Auftrag eines reichen Politikers und sicheren Anwärters auf die katalanische Präsidentschaft, seine des Ehebruchs verdächtige Frau zu beschatten, kommt den beiden Hobbydetektiven wie gerufen, denn sie spüren, dass sie auf eine Goldader gestoßen sind. Die Ermittlungen führen sie in die High Society von Barcelona.

Die überraschende Wendung, die der Beschattungsfall nimmt, und der Umgang der beiden Detektive mit der schließlich ermittelten Wahrheit machen den Krimi zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen, auch für Nicht-Krimileser!

Teresa Solana: Mord auf katalanisch. Piper 2007
www.piper.de

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